Schulung zum Thema: Schimmelpilzproblematik & Lüftungskonzepte

05.02.2015 /Dachbaustoffe, Ratgeber, Tipps & Kniffe, Trockenbaustoffe, Veranstaltungen, weitergebildet

Bei der gestrigen Schulung ging es um ein Thema, das jeden betrifft und womit der ein oder andere sicher schon seine Erfahrungen gemacht hat: Schimmel!
Zu Besuch hatten wir den Sachverständigen Marc-André Ahring und Thomas Bauer-Röder von der Firma VELUX, die über die Schimmelpilzproblematik sowie über Lüftungskonzepte referiert haben.

Herr Ahring, der seit 2011 ein TÜV-zertifiziertes Sachverständigenbüro betreibt, geht der Sache tagtäglich auf den Grund und erklärte den versammelten Teilnehmern zu Beginn seines Vortrages was genau überhaupt Schimmelpilz ist und woher er kommt.

„Woher kommt Schimmelpilz und warum wächst der Schimmel vor allem an den Außenwänden/Gebäudehülle und an den Fensterlaibungen?“

Voraussetzungen und die häufigsten Ursachen für den Schimmelpilzbefall:

Biologische Voraussetzungen

– Feuchten durch
• Wasserschäden von außen / innen
• Konvektionsschäden
• Wasser von unten
• Neubaufeuchte
• Wärmebrücken
• Innenraumkondensation im Winter / Sommer

Ebenfalls sehr interessant sind die biologischen (Wachstums-)Voraussetzungen für den
Schimmelpilzbefall in Innenräumen. Diese lauten: Temperatur, Nahrung (Pilze sind
Lebewesen!), pH-Wert, Licht, Sauerstoff und ausreichende Feuchtigkeit. Nur wenn
ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, kann der Schimmelpilz wachsen. Also halten wir
fest: Feuchtigkeit ist die Schadensursache Nr. 1

Schimmel greift nicht nur Ihre Gebäudehülle an, sondern auch Ihre Gesundheit.
Schimmelpilze haben mehrere Möglichkeiten die Gesundheit der Menschen negativ zu
beeinflussen. Das Spektrum der Beschwerden, die auftreten können, reicht von
Befindlichkeitsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen, u.a.:

Asthmatische Beschwerden, Atemnot, Husten, Kopfschmerzen / Migräne, Juckreiz /
Schwellungen (an Nase und Augen), Müdigkeit und Erbrechen.

Wenn Sie also Schimmel im Haus haben lassen Sie sich von einem Experten beraten, der beispielweise erst einmal das Problem genau untersucht und den Schimmelbefall kategorisch einweist.

Damit erst gar kein Schimmel ausbrechen kann, ist eine gute Raumluftqualität erforderlich, also gilt: richtig lüften!

Zur Verbesserung der Raumluftqualität in Innenräumen sind in der Regel folgenden Maßnahmen unabdingbar:

• Begrenzung der Feuchtigkeit der Raumluft
• Begrenzung des Schadstoffgehaltes in der Raumluft
• Begrenzung der Luftbewegung in den vorhandenen Räumen
• Begrenzung von Druckunterschieden zwischen Raum und Umgebung
• Begrenzung von Temperaturunterschieden im Raum und Umgebung

Dies geschieht in der Praxis durch gute Planung und Ausführung von Baumaßnahmen unter Berücksichtigung geltender Bauvorschriften und Hygiene – Richtlinien sowie konkreten Maßnahmen zur Be – und Entlüftung von Innenräumen.

Wichtig ist also, dass viel gelüftet wird, um die Feuchtigkeit aus den Räumen zu bekommen. Die Firma VELUX bietet ihren Kunden beispielsweise selbstregulierende Lüftungszemente an, wie das „VELUX BALANCED VENTILATION ZZZ 214K“ an. Dieses Element sorgt für einen nutzerunabhängigen Mindesluftwechsel nach DIN 1946-6.
Weitere Informationen finden Sie in dem Blogeintrag vom 16.12.2013: Für Dachfenster: Selbstregulierendes Lüftungselement von VELUX.

Vielen Dank an die Firma VELUX und an den Sachverständigen Marc-André Ahring für die wichtige und interessante Schulung. Ebenfalls ein großes Dankeschön an alle teilnehmenden Firmen und Personen:

  • Dachdeckerbetrieb Hans-Jürgen Eckhardt,
  • Herbert Jakob & Sohn GmbH,
  • Dachdeckerbetrieb Jens Morhenne,
  • Martin Brühl Bedachung,
  • Sascha Tasbier,
  • Dachdeckerbetrieb Dirk Medack und
  • Dachdeckerbetrieb Patrick Becker

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.