Marder mit Musik aus dem Haus vertreiben

12.03.2013 /Aktuelles, Allgemein, Dachbaustoffe, Ratgeber, Tipps & Kniffe

Marder vertreiben: Die Lösung gegen den nervigen Nager scheint gefunden zu sein.

Auch wenn sie süß aussehen, können Marder äußerst nervig und aggressiv sein. Marder mögen Menschen und lassen sich nicht so einfach vertreiben, selbst in den Großstädten werden die Marder immer mehr. Sie haben sich mit der Zeit an die Menschen gewöhnt.
Sie zerstören gerne Dämmung, bauen im Dach Höhlen, bringen ihre Beute mit und fressen sie dort auf. Zurück bleiben dann meistens nur die Knochen der getöteten Tiere. Bemerkt man eine ganze Zeit lang nicht, dass man einen Marder im Haus hat, machen sich unangenehme Gerüche bald im ganzen Haus bemerkbar. Gefährlich wird es dann, wenn sich die Nager Tunnelgänge durch die Isolierung des Daches graben, dabei wird die Unterspannbahn von den Tieren meist völlig zerstört. Die Dämmung, sie sich darunter befindet, wird feucht und verliert ihre Dämmwirkung. Dadurch entstehen Wärmebrücken, warme Luft kann entweichen, was die Heiz- und Energiekosten in die Höhe schnellen lässt. Sollten Sie keine ausgebauten oder beheizten Dachböden haben, steigt die Schimmelgefahr.

Marder sind nachtaktive Tiere, die sich lärmend und kratzend in Ihrem Dach austoben. Dort lieben sie es einfach zu randalieren. Sollten Sie das Pech haben und ein Marder hat sich entschieden, bei Ihnen einzuziehen, drohen Ihnen also schlaflose und lange Nächte. Poltern und Krabbelgeräusche sind erste Anzeichen dafür, dass sich Marder bei Ihnen breit machen.

Marder finden fast immer einen Weg ins Dach, da sie äußerst gut klettern und springen können. Ein ausgewachsener Steinmarder beispielsweise kann bis zu 2 m weit springen. Sie klettern meist Bäume, die nah an der Hauswand stehen, hinauf und springen von dort aus auf das Dach. Die Fallrohre der Regenrinne sind ebenfalls geeignete Kletterhilfen. Um nun in das Dach zu kommen, können Marder sogar einzelne Dachpfannen zur Seite schieben, um in das Dachinnere zu gelangen.
Dabei ist die Lösung ganz einfach: Musik. Wenn sie beispielsweise den Tag über ein Radio lautstark laufen haben, kann es sein, dass sich der Marder dadurch in seiner „Nachtruhe“ gestört fühlt und bald wieder auszieht. Sie können auch dort klopfen, wo nachts das Poltern besonders stark ist, um den gleichen Effekt zu erzielen. Aber auch Ultraschallgeräte zeigen ihre versprochene Wirkung.

Was Sie allerdings nicht tun sollten, ist das Fangen der Nager in Lebendfallen. Die Tiere unterliegen dem Jagdrecht, was bedeutet, dass nur Personen, die einen gültigen Jagdschein besitzen, die Marder fangen dürfen. Auch das Aussetzen der Tiere im Wald verspricht nur wenig Erfolg. Das freie Revier könnte ein neuer Marder wieder besetzen oder der ausgesetzte Marder läuft zu seinem Versteck zurück. Selbst wenn Sie das Tier 300 km von seinem Revier entfernt aussetzen, schafft er es problemlos wiederzufinden.

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